
11. November 2022
Private Krankenversicherung nach einer Beitragserhöhung kündigen
Das sollten Privatversicherte tun
So mancher Privatversicherter erhält in diesen Tagen unliebsame Post vom Versicherer. Darin wird eine Beitragserhöhung für das kommende Jahr angekündigt. Diese wird oft zähneknirschend hingenommen, letztendlich aber doch bezahlt. Was können Versicherte auch anderes tun? Eine Klage gegen die Beitragserhöhung der PKV ist jedoch eine vielversprechende Möglichkeit. Denn häufig ist die von der PKV erhobene Beitragserhöhung unwirksam.
Entscheiden Sie sich aber doch für eine Kündigung, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Ordentliche Kündigung
- Sonderkündigung
- Rückwirkende Kündigung wegen Versicherungspflicht in GKV
Jetzt in 3 Schritten Beiträge zurückfordern
- Informationen zur privaten Krankenversicherung eintragen & absenden
- Wir informieren Sie über Ihre Chance auf Beitragsrückerstatung
- Kostenlose Erstberatung sichern und zuviel gezahlte Beträge zurückerhalten

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– Anna G.
Nachteile einer Kündigung
Bevor Sie die Kündigung Ihrer PKV wegen Beitragserhöhung aussprechen, sollten Sie sich über die Nachteile bewusst sein. Denn als Neukunde in einer privaten Krankenversicherung müssen Sie oftmals eine erneute Gesundheitsprüfung ablegen. Steht in Ihrem Vertrag ein Versicherungsbeginn vor dem 1. Januar 2009, verlieren Sie bei einer Kündigung Ihre Altersrückstellungen vollständig. Das Geld bleibt beim bisherigen Versicherer und kommt Ihren Mitversicherten zugute. Beim Abschluss einer neuen Versicherung müssen Sie zudem damit rechnen, dass hier bei nächster Gelegenheit ebenfalls eine Tariferhöhung zu erwarten ist. Auch sind häufig bestimmte Wartezeiten vorgesehen, bis einige Gesundheitsleistungen tatsächlich in Anspruch genommen werden können.
Verbraucher sollten Ihre Beitragserhöhung auf Unwirksamkeit prüfen lassen
Viel sinnvoller als eine Kündigung der PKV wegen Beitragserhöhung ist es, die geplante Tarifanpassung von Experten auf Wirksamkeit überprüfen zu lassen. Denn viele Versicherungsunternehmen machen Formfehler bei der Erhöhung oder begründen diese nicht ausreichend. Kläger können sich daher berechtigte Hoffnung machen, Recht zu bekommen und Beiträge im Rahmen einer Rückabwicklung zurück zu erhalten.
Erhöhung der PKV-Tarife häufig unwirksam
Wie lohnend eine Klage gegen Prämienerhöhungen in der Privaten Krankenversicherung sein kann, zeigen diverse Beispiele. So entschied der Bundesgerichtshof, dass die AXA PKV Beitragserhöhung unwirksam ist, da sie nicht ausreichend begründet war (Az. IV ZR 294/19; IV 314/19).
Weiterhin können Erhöhungen nach günstigen Lockangeboten sowie die Überschreitung des gesetzlichen Schwellenwerts ein Grund für erfolgreiche Klagen sein. Dies mussten bereits zahlreiche Versicherer feststellen. So entschied das Landgericht Bonn im Jahr 2020, dass eine DKV Beitragserhöhung unwirksam war.
Jetzt unzulässige Beitragserhöhungen zurückfordern
Die Zeit drängt, denn Ihre Ansprüche auf Beitragsrückerstattung drohen zu verjähren. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt hier drei Jahre (gemäß Paragraf 199 BGB).
Sobald Sie Klage gegen die unwirksame Beitragserhöhung der PKV einreichen, stoppt die Verjährung. Damit können Sie den Verfall Ihrer Ansprüche schützen und Experten damit beauftragen, in Ruhe Ihr wohlverdientes Geld zurückzuholen.


